Berufsunfähigkeits-Versicherungsvergleich

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DU-Versicherung, DU-Klausel

Beamte brauchen eine DU-Klausel in ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung!

Ein Beamter kann nicht nur berufsunfähig werden, sondern zusätzlich auch dienstunfähig. Der Unterschied dieser beiden Begriffe liegt einfach in der Definition: während die Berufsunfähigkeit von einem Arzt und/oder Sachverständigen nachgewiesen werden muss, kann die Dienstunfähigkeit vom Dienstherrn und - als Sachverständigem - einem Amtsarzt festgestellt werden. Bei der Feststellung der Dienstunfähigkeit ist es dabei unerheblich, wie hoch der Prozentsatz der verbleibenden Arbeitskraft ist. Es reicht die Feststellung, dass der Beamte seinen Dienst nicht mehr ausüben kann. Dabei müssen die Begriffe Dienstunfähigkeit und Berufsunfähigkeit nicht deckungsgleich sein: es sind durchaus Fälle konstruieren war, in denen Berufsunfähigkeit vorliegt, der Dienstherr aber trotzdem keine Dienstunfähigkeit bescheinigt. Umgekehrt gibt es auch Fälle von Dienstunfähigkeit, die nicht den Kriterien einer Berufsunfähigkeit genügen würden. Aus diesem Grunde gibt es auch keine eigenständige Dienstunfähigkeitsversicherung (DU-Versicherung), sondern immer nur eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit zusätzlicher  DU-Klausel. Spricht man also von DU-Versicherung, meint man eigentlich eine BU-Versicherung mit der zusätzlichen Vereinbarung, die die Rentenzahlung bereits bei Dienstunfähigkeit auslösen.

Und hier scheiden sich schon die Geister: Denn es gibt durchaus Gruppen von Beamten, die deutlich schneller dienstunfähig werden als andere: Polizisten, Feuerwehrleute, Bundeswehrsoldaten und Justizvollzugsbeamte sind Beispiele für solche Gruppen von Beamten mit erhöhtem Risiko. Ein Verwaltungsbeamter dagegen wird höchstwahrscheinlich nicht so schnell dienstunfähig werden.

Allgemeine und spezielle Dienstunfähigkeit

Dies führt zur Unterscheidung zwischen allgemeine und spezielle Dienstunfähigkeit. Allgemeine Dienstunfähigkeit liegt vor, wenn ein Beamter den allgemeinen Verwaltungsdienst nicht mehr ausüben kann. Die spezielle Dienstunfähigkeit dagegen betrifft nur die oben genannten Berufsgruppen, die deutlich erhöhte Anforderungen an besondere Fähigkeiten und an ihre Gesundheit haben. So kann z.B. bei Streifenpolizisten Dienstunfähigkeit vorliegen, wenn der Gebrauch der Dienstwaffe nicht mehr möglich ist, was schon bei Funktionsstörungen des Zeigefingers der Fall sein kann. In einem solchen Fall würde der betreffende Polizist in den allgemeinen Verwaltungsdienst versetzt - er müsste also im Innendienst zukünftig z.B. Schreibtätigkeiten und Verwaltungsarbeit verrichten.  

Dieses Beispiel zeigt sehr deutlich, dass die spezielle Dienstunfähigkeit für einen BU-Versicherer ein hohes Risiko darstellt - denn der Versicherer müsste zahlen - auch, wenn der betreffende Polizist für den Verwaltungsdienst noch geeignet wäre. Dieses hohe Risiko sind nur wenige Versicherer bereit, zu übernehmen. Und wer es tut, lässt sich das dann sehr teuer bezahlen, weshalb eine DU-Klaisel für die spezielle Dienstunfähigkeit unter Kosten-Aspekten abgewägt werden sollte.

Speziell Beamte sollten sich also vor dem Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeits-Versicherung mit oder ohne DU-Klausel besonders intensiv beraten lassen.


 
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