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Abstrakte Verweisung BU

Abstrakte Verweisung: BU-Tarife mit hohem Anspruch lassen dies nicht zu!

Das Thema der abstrakten Verweisung in der BU-Versicherung ist wohl das meistdikutierte Thema in diesem Zusammenhang - der Versicherer zeigt Ihnen die "Rote Karte" und lässt Sie in einem anderen "geeigneten" Beruf arbeiten, wenn Sie in Ihrem eigentlichen Beruf nicht mehr arbeiten können. Doch Versicherte können aufatmen: War es vor 10 Jahren durchaus noch ein Lotteriespiel, einen Tarif mit dem Ausschluss der abstrakten Verweisung zu bekommen, so ist doch mittlerweile die überwiegende Anzahl guter BU-Tarife um diese Klausel bereinigt worden. Fälle, die in den Medien als abschreckende Beispiele der Verweisung in der BU-Versicherung immer mal wieder dargestellt werden, beziehen sich meistens auf solche alten Tarife, die man im Bestand natürlich immer wieder findet.

Daher: Bei Altverträgen lohnt ein unabhängiger BU-Vergleich! Falls Sie einen Vertrag haben, der deutlich älter als 5 Jahre ist, sollten sie ihn unbedingt auf diese wichtige Klausel prüfen lassen.

 

BU - abstrakte Verweisung: Was genau ist das eigentlich?

Der Begriff der abstrakten Verweisung bezeichnet die Möglichkeit des Versicherers, im Falle einer Berufsunfähigkeit den Antragsteller auf einen anderen Beruf, den er  theoretisch auch noch ausüben könnte, zu verweisen. Dabei kommt es nicht darauf an, ob man diesen Beruf auch tatsächlich ausüben will oder ob er am Arbeitsmarkt verfügbar ist. Es muss lediglich gewährleistet sein, dass der Versicherte theoretisch (also "abstrakt") dazu in der Lage wäre, aufgrund seiner Ausbildung, Kenntnisse oder seiner erlernten Fähigkeiten diesen anderen Beruf auszuüben. Und er sollte auch mindestens 80 % seines alten Einkommens erzielen können; eine Verweisung eines spezialisierten Facharbeiter in eine Hilfstätigkeit mit deutlich niedrigerem Einkommen wäre also nicht zulässig - das ginge schon in Richtung "totale Verweisung", wie es bei der Erwerbsminderungs-Rente der Fall ist: Hier darf tatsächlcih in jede andere denkbare Tätigleit verwiesen werden.

Ein Beispiel für abstrakte Verweisung: BU-Versicherung mit schlechten Bedingungen  

Im Jahr 2005 sorgte ein Fall für Aufsehen in der Branche, als ein Schlosser, der sich auf die Montage von Markisen spezialisiert hatte, berufsunfähig wurde, weil er der körperlichen Belastung nicht mehr gewachsen war. Sein BU-Versicherer war der Meinung, dass er zwar nicht mehr körperlich arbeiten könne, aber eine Tätigkeit als "Markisen-Berater" doch durchaus eine Alternative sei. Der Mann war deutlich über 50 Jahre alt und argumentierte, dass er aus einer handwerklichen Tätigkeit, die er Jahrzehnte lang ausgeübt hatte, nicht in eine verkäuferisch-beratende Tätigkeit wechseln könne. Außerdem gäbe es für ihn gar keine Möglichkeiten am Arbeitsmarkt, eine derartige Beschäftigung zu finden.

Der Fall ging vor Gericht, und tatsächlich entschied das Oberlandesgericht Koblenz gegen den Schlosser: In seinem Tarif war die abstrakte Verweisung nicht ausgeschlossen, so dass der Versicherer diese "Rote Karte" zu Recht gezogen hatte. (OLG Koblenz, Urteil vom 11. November 2005, Az.: 10 U 1198/04).

Dieser Fall zeigt, dass der Ausschluss der abstrakten Verweisung in der BU-Versicherung ein absolutes Muss ist und für jeden seriös arbeitenden Makler sofort ein KO-Kriterium sein muss. Prüfen Sie Ihren bestehenden Vertrag unbedingt auf diese wichtige Klausel!


 
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