Berufsunfähigkeits-Versicherungsvergleich

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Ablehnung Berufsunfähigkeitsversicherung

ablehnung berufsunfähigkeitsversicherungViele Menschen, die eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen wollen, befürchten, dass ihr Antrag nicht angenommen wird. Überall in den Medien liest man schließlich, dass der Großteil aller Berufsunfähigkeitsversicherungs-Anträge abgelehnt wird, weil sich die Versicherer nur die Rosinen herauspicken.

Und falls der Antrag angenommen wird und man jahrelang seine Beiträge bezahlt hat, was passiert dann im Leistungsfall? Zahlt die Versicherung oder kommt es im Ernstfall zu einer Ablehnung: Berufsunfähigkeitsversicherungs-Rente wird verweigert!

Diese Szenarien hat niemand gerne, und im folgenden wollen wir versuchen, die vielen Beiträge, die es zu diesem Thema im Internet zu lesen gibt, durch Zahlen zu erhärten.


Ablehnung Berufsunfähigkeitsversicherung in der Antragsphase

Vielfach liest man in den Medien, dass sich Versicherer nur die Rosinen herauspicken würden und man ja bereits mit einem Schnupfen keine Chance mehr hat, einen Vertrag zu bekommen.  Der erste Punkt stimmt in gewisser Weise und versteht sich im Grunde von selbst: Es gibt einen alten Spruch, der da lautet: "Ein brennendes Haus kann man nicht mehr versichern." Auf die Berufgsunfähigkeitsversicherung angewendet, würde das bedeuten: Wer bereits gravierende Vorerkrankungen hat, kann nicht mehr gegen diese Erkrankungen versichert werden. So gibt es bestimmte Diagnosen, bei denen man in der Tat kaum eine Chance hat, eine BU-Versicherung zu bekommen. Beispiele hierfür sind:

  Alkoholsucht
  schweres Athma
  Diabetes mellitus
  schwerer Leberschaden
  starkes Übergewicht (BMI über 40, z.B. 115 kg bei 1,70 m Größe)
  HIV-positiv

Gegenbeispiele für (im Allgemeinen) völlig unproblematischen Erkrankungen:

  Bronchitis
  Gehirnerschütterung
  Myome 
  Nierensteine
  Schilddrüsenunterfunktion

Zur Annahmepolitik der Versicherer einige aktuelle Zahlen:

Pro Jahr werden ca. 500.000 neue Versicherungsverträge im BU-Bereich geschlossen. Dabei wurden von 100 Anträgen 75 ohne irgendwelche Klasueln angenommen. 15 erhielten Zuschläge bzw. Ausschlussklauseln. Nicht einmal 5 % aller Anträge wurden tatsächlich abgelehnt. Und die fehlenden 5 %? Hier hat der Antragsteller nicht mehr reagiert; der Antrag ist buchstäblich "im Sande verlaufen". Tatsächlich wird also nicht einmal jeder 20. Antrag abgelehnt. Bei den Ausschlüssen kann man davon ausgehen, dass ca. die Hälfte unkritisch ist und der Antragsteller gut damit leben kann (Beispiel: Beim kaufmännischen Angestellten werden wegen Heuschnupfen Allergien ausgeschlossen), so dass die "gefühlte" Annahmequote bei etwa 80 % liegen dürfte. Gute Chancen also, zum BU-Schutz zu kommen! Besonders mit der Unterstützung eines guten Maklers haben Sie die Möglichkeit einer unverbindlichen Risiko-Voranfrage, die die Wahrscheinlichkeit, mit Vorerkrankungen angenommen zu werden, genauer auslotet. 


Ablehnung Berufsunfähigkeitsversicherung in der Leistungsphase

Ganz anders stellt sich die Situation in der Leistungsphase dar. Hier besteht bereits an Berufsunfähigkeits-Versicherungsvertrag, und der Antragsteller will nun eine Rente von seinem Versicherer, da er berufsunfähig geworden ist. In diesem Fall spricht man von einem Leistungsantrag, der gestellt werden muss, um eine BU-Rente ausgezahlt zu bekommen. Auch diese Leistungsanträge, so die häufig verbreitete Meinung, werden sehr oft abgelehnt. Beispiele dafür liest man immer wieder in der Presse - und oft sind tatsächlich Härtefälle dabei, bei denen man sich wundert, dass der Versicherer erst vor Gericht gezerrt werden musste, um endlich zur Zahlung verpflichtet zu werden. 

Doch auch hier ein Wort aus Sicht einer Versicherung: Versicherer werden leider auch oft mit Leistungsanträgen konfrontiert, bei denen man nur mit dem Kopf schütteln kann. So gibt es den Fall eines Rechtsanwaltes (!), der wegen einer fortschreitenden Kurzsichtigkeit eine BU-Rente beantragte - schließlich sei es für seinen Beruf erfoderlich, Gesetzestexte, Beweismaterialien und Urteile zu lesen, was er mit seinen schlechten Augen nicht mehr könne. Eine Brille zu tragen läge nahe, doch das lehnte der Anwalt mit Hinweis auf den Ausschluss der "Arztanordnungsklausel" in den Versicherungsbedingungen ab - man könne ihm nicht vorschreiben, was er zu tun oder zu lassen habe.

Ein Kommentar erübrigt sich wohl in diesem Beispiel, das zeigt, dass es immer wieder auch Menschen gibt, die versuchen, Versicherungen auszunutzen oder sogar zu betrügen. Der Versicherer muss im Interesse der ehrlichen Beitragszahler diese unberechtigten Anträge ablehnen. Wenn also ein Versicherer einen solchen Prozess gewinnt, hat er offensichtlich im Sinne der Versichertengemeinschaft gehandlet, denn die ist es letztendlich, die über ihre Beitragszahlungen die Renten finanzieren muss. So sagt eine "Prozessquote" herzlich wenig über die Qualität eines Versicherers aus; wichtig ist vielmehr die Zahl der Prozesse, bei denen der Versicherer verliert - nur da hat er offensichtlich fälschlich den Leistungsantrag abgelehnt.

Tatsächlich zeigt eine aktuelle Statistik, dass von den insgesamt abgelehnten Fällen auch im Leistungsfall in fast 1/3 aller Fälle der Antragsteller nicht reagiert, also z.B. angeforderte Unterlagen nicht einreicht. weitere knapp 30 % ist der BU-Grad von 50 %, der den Versicherer zur Leistung verpflichtet, nciht erreicht worden. Gerade bei diesem Punkt ist es natürlich schwierig, zu beurteilen, wer hier im "Recht" ist, denn auch Ärzte und Gutachter urteilen hier subjektiv und sehen manche Dinge anders als der Antragsteller. 

Der dritte große Bereich - Anfechtung bzw. Betrugsfall - bezeichnet die gewonnenen Prozesse des Versicherers. Hier dürfte auch oft Arglist im Spiel sein - also der Abschluss einer Versicherung mit dem erklärten Ziel, eine Leistung aus dieser Versicherung zu erstreiten. Mit immerhin 13 % stellt auch dieser Ablehnungsgrund einen großen Anteil.

Knapp 10 % schließlich stolpern über die vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung, was im Einzelfall sicher Überschneidungen mit dem letzten Punkt (Anfechtung) bringe dürfte. Wer z.B. nach einer Krebs-Diagnose schnell noch eine BU-Versicherung abschließt und diese Diagnose verschweigt, wird kaum Chancen auf eine Rente haben, wenn der Versicherer dies herausfindet.


Fazit: Guten Tarif suchen und Antragsfragen wahrheitsgemäß beantworten!

1.) Gut beraten lassen, damit die "Spielregeln", die zwischen Ihnenund dem Versicherer gelten, klar sind!

2.) Gesundheitsfragen eigenhändig ausfüllen.

3.) Beim Leistungsantrag ggfs. rechtliche Hilfe anfordern.


 
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